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Schreibheft

Fragen und Antworten zu „Der Fall ins Blaue“

  • vor 9 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Wie entsteht eigentlich ein Buch? Wie lange dauert so ein Prozess und wie viel von der Autorin steckt am Ende wirklich in den Figuren?


Als ich „Der Fall ins Blaue“ im Jahr 2024 veröffentlichte, wurden mir allerhand Fragen gestellt. Hier nehme ich euch ein Stück mit hinter die Kulissen.


Vom ersten Satz bis zum Buch in der Hand


Vom ersten Schreiben bis zur Veröffentlichung vergingen insgesamt etwa zweieinhalb Jahre. Der Startschuss fiel im Sommer 2021. Die Welt isolierte sich wegen des Covid-Virus, und ich steckte in dieser Zeit auch mitten in meiner Masterarbeit. Ich verspürte den Wunsch, etwas zu erschaffen, und vielleicht war es genau der Kontrast zwischen wissenschaftlichem Arbeiten und kreativem Schreiben, der die Geschichte ins Rollen brachte.


Der erste Entwurf entstand in etwa vier bis fünf Monaten. Danach begann jedoch die eigentliche Arbeit: Überarbeitungen, Kürzungen, Umformulierungen und intensive Lektoratsphasen. Erst als all diese Schritte abgeschlossen waren, konnte das Manuskript Anfang 2024 als fertiges Buch erscheinen.


Nordische Inspirationsquelle


Die Wurzeln der Geschichte liegen in Island. Nach meinem Bachelorabschluss im Jahr 2019 reiste ich mit meinen Geschwistern durch das Land. Die Landschaften, die Weite, das Gefühl von Abgeschiedenheit – all das beeindruckte mich zutiefst.



Ein Erlebnis blieb besonders hängen: unser Aufenthalt in einem Hostel, das später als Vorlage für das fiktive Fine Hostel im Buch diente. Es war nur ein sehr leiser Anstoß, bevor ich zwei Jahre später merkte, dass dies der perfekte Ort für einen Krimi sein könnte.


Die größte Herausforderung


Die größte Schwierigkeit war nicht die Idee, sondern das Dranbleiben. Nach der Anfangseuphorie kamen ein paar Hürden: Schreiblockaden, Selbstzweifel, Unsicherheiten an der Sinnhaftigkeit des Plots.


Hinzu kam die Komplexität der Figuren. Ihre Hintergründe und Geheimnisse erforderten mehr Struktur, als ich ganz am Anfang erwartet hatte.


Notiz im Word-Dokument
Eine Frage, die ich mir viel zu häufig stellte - in solchen Momenten gilt es, weiterzumachen.

Ans Aufgeben habe ich nie gedacht, und spätestens als ich den ersten Entwurf des fertigen Manuskripts in meinen Händen hielt, wusste ich: Dieses Buch werde ich veröffentlichen.


Wie viel von mir steckt in den Figuren?


Ein bisschen von mir findet sich tatsächlich in jeder Figur. Erlebnisse, Gedanken, Emotionen – all das floss fast schon automatisch ins Schreiben ein.


Aber: Keine Figur ist autobiografisch. Kein Charakter entspricht mir vollständig. Stattdessen sind es kleine Splitter persönlicher Erfahrungen, die sich auf mehrere Figuren verteilen.


Ansonsten machte es einfach Spaß, in die einzelnen Charaktere mit ihren Eigenheiten zu schlüpfen und quasi ihre Haut auszutesten.


Wer ist das Covergirl von "Der Fall ins Blaue"?


Diese Frage kam überraschend oft. Nein, ich bin nicht die Person auf dem Cover.


Hanna, die Hauptperson von „Der Fall ins Blaue“, und ich sind beide brünett. Eine Ähnlichkeit, die unabsichtlich zu Rätselraten geführt hat.


Buch "Der Fall ins Blaue" wird hochgehoben
Die braune Haarfarbe meiner Protagonistin führen zu Verwirrung.

Wird es eine Fortsetzung geben?


Die Geschichte fühlt sich für mich abgeschlossen an, deswegen ist aktuell keine Fortsetzung geplant.


Was ich mir jedoch gut vorstellen kann, ist, dass einzelne Charaktere in zukünftigen Projekten in neuer Form wieder auftauchen. Also haltet Ausschau nach kleinen Easter Eggs in zukünftigen Büchern!


Zum Schluss


Ein Buch zu schreiben ist kein Sprint, sondern ein langer, oft kurviger Weg. Das bemerkte ich nicht nur an „Der Fall ins Blaue“, sondern auch an meinem nächsten Buchprojekt. Es braucht Geduld, einen langen Atem und Vertrauen in den eigenen Prozess sowie in sich selbst. Manchmal vergisst man es, aber erinnert sich nach jedem kleinen Erfolg doch wieder daran.

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